Vor wenigen Tagen erschien “Grau”, das erste Album des Reutlingers Tua auf Deluxe Records. Zur Veröffentlichung ging manches schief.So hätten ihn zahlreiche Zuschriften von Fans erreicht, die das Album in der Veröffentlichungswoche nicht in den Läden finden konnten. In seinem Blog beschreibt Tua die Situation als ein “ziemlich dummes Wechselspiel”.
Der Vertrieb Intergroove hatte das Album frühzeitig ausgeliefert, in der Absicht, Verzögerungen wie im Falle des Ali A$-Albums vorzubeugen, mutmaßt der Reutlinger. Trotz Kennzeichnung würden CDs so mitunter schon eine Woche vor der eigentlichen VÖ im Regal stehen, wobei die Verkäufe nicht für die Charts zählten. Schuldig machte sich in diesem Fall u.a. der Musikversand JPC. Auch fehlende Verkaufsargumente für den Einzelhandel stellten ein Problem dar.
“Andererseits bestellen die Läden ja beim Vertrieb und haben so Einfluss darauf, wie viele CDs angeliefert werden. Weil die mich nicht kennen und das Thema für gnadenlos uninteressant halten (kein Mond, kein Ghetto, kein Samy Deluxe-Feature), bestellen die natürlich nicht flächendeckend.”
Ferner sei es kaum möglich, so Tua weiter, mit einer überschaubar großen Erstauflage ein Album in alle Läden zu stellen. Nach einem “verhältnismäßig großen Ansturm” seien viele Lager in kurzer Zeit leer gewesen. Inzwischen ist die Nachpressung in Auftrag gegeben. Zuletzt entschuldigte sich das Orsons-Mitglied für die Unannehmlichkeiten und verspricht, dass das Album binnen kürzester Zeit wieder erhältlich sein werde.



